007 - The world is not enough
Zu einem James-Bond-Film gehört eigentlich nicht viel. Ein gutaussehender Darsteller, exotische Schauplätze, hübsche Mädels, aufregende Verfolgungsjagden, atemberaubende Explosionen, Witz und Schlagfertigekeit. Kurzum eine bunte einfach gestrickte Mixtur.
Schade, daß dieses Rezept in "The world is not enough" nicht angewandt wurde....

Ich weiß nicht, ob der Drehbuchschreiber irgendwie Drogen genommen hat oder anderweitig geistig beschäftigt war beim Schreiben, herausgekommen ist jedenfalls eine extrem abstruse unlogische Story, eine erbärmliche Ansammlung von Charakteren und eine unnötige Aneinanderreihung von selten dämlich gewählten Schauplätzen (natürlich ist das MI6-Headquarter in Schottland im Eilean Donean Castle oder kann sich der Böse im Maidens Tower in Istanbul versteckt halten. Da laufen ja auch nur Millionen von Touristen rum. Fällt gar nicht weiter auf) . Bonds Gegenspieler sind diesmal die reiche Ölmultitochter Elektra King (was für ein typischer Name für eine Aserbaidschanerin, da war mal wieder ein Kreativer am Werk), die sich irgendwie in einen ihrer Ex-Entführer, dem irren Renard verguckt hat, der übrigens eine Pistolenkugel im Kopf hat, die sich langsam durch sein Gehirn frißt und ihn unempfindlich gegen Schmerzen macht und seine Sinne langsam abstumpft. (Fragt mich bitte nicht, was diese seltsame sollte....für die Story spielt sie anscheinend keine Rolle).
Die beiden wollen ihre Öl-Pipeline publik machen und Istanbul per Atombombe sprengen, damit die vier russischen Konkurrenzpipelines ihr Öl nicht mehr verschiffen können. (Ah, ja..alles klar....Sanityroll vergeigt).
Natürlich kann nur ein Mann das verhindern und so wandert Bond ziel- und planlos durch verschiedene Schauplätze und Explosionen.....

Schade, schade, schade...die Bond-Filme waren seit Goldeneye gerade mal wieder gut geworden und dann sowas. Es kann doch nicht so schwer sein, einen spannenden Agententhriller zusammenzuschustern. Warum diese überzogenen Charaktere?
Warum diese nervende Sophie Marceau? Warum diese seltsame Szenenaneinanderreihung ohne Sinn und Verstand? Warum mußte ich für sowas auch noch Geld ausgeben? Fragen über Fragen...ich war ein bißchen sprachlos, als ich aus dem Film kam. Aber nur ein bißchen. Dann habe ich heftigst geflucht. Schade, und ich hatte mich doch eigentlich auf einen schönen spektakulären Bond-Abend gefreut. Hatte nicht sollen sein. Erspart euch lieber dieses Machwerk, lohnt sich definitiv nicht!