Gabriel Burns 1 - Der Fl├╝sterer

Wie im Horrorgenre allgemein üblich, beginnt auch diese Geschichte mit einem Schockeffekt. Zwei Männer werden von einem Wesen oder was auch immer überfallen.

Kreisch, kreisch, trippeltrappel, Panik!
…kommt hier aber jetzt nicht so gut, da der Fantasie nur durch Rufe wie „Oh mein Gott, was ist das denn?“ nicht gerade auf die Sprünge geholfen werden kann. Es hätte ja auch Herr Darboven mit Kaffee bewaffnet an der Tür klingeln können oder der Nachbar mit Computerproblemen oder was auch immer.
Nach dieser recht nutzlosen Einleitung wird kurz der Held der Geschichte vorgestellt, Mr. Burns ist erfolgloser Horrorschriftsteller für einen Kochbuchverlag und Taxifahrer in Vancouver, einer Stadt, die, wie wir lernen, auf uraltem Boden erbaut wurde.
Ohohoho…da wäre ich ja nie drauf gekommen. Oder hat Herr Gott zuerst Kanada erschaffen, dann ein paar Jahrmillionen gegrübelt und erst später so neumodische Landmassen wie Südamerika nachgeliefert?
Egal…Mr. Burns hat natürlich auch ein Trauma, wie es sich für jeden modernen Helden gehört. Er hat als Kind seinen Bruder bei einer Zaubervorführung verschwinden lassen. Keiner weiß wohin. Nicht mal er selbst. Was natürlich blöd ist…da hilft auch der heilige Antonius nicht weiter.
Eines Nachts erhält er jedenfalls den Auftrag, eine junge Frau zum Hafen zu fahren. Macht er auch, gerät dort in eine Schlägerei und wacht am nächsten Morgen in einem Hotel neben ihrer aus allen Löchern blutenden Leiche auf. Schon stürmt die Polizei das Zimmer und nimmt ihn gefangen. Na, ahnt ihr schon, wie originell es weitergeht? Er kommt aus dem Knast frei, weil ein „mysteriöser kahlköpfiger kleiner“ Fremder namens Bakerman ihn mal eben ins Yukon-Territorium schickt. Dort soll er einen zahnlosen Mann namens Bernard Cardieux suchen. Ist unterhaltsamer, als so im Gefängnis zu hocken. Er trifft sich in einem kleinen Städtchen namens Dawson (dessen Alter übrigens nicht erwähnt wird) mit einem sogenannten Forst-Experten und stellt fest, dass da seltsame Sachen passieren. Der kleine Nachbarort Eden Creek scheint wie ausgestorben. Steven und Larry fahren einen Mann auf der Straße an und bringen ihn zum dortigen Landarzt, aber der ist irgendwie schräg drauf. Nur ein junges Mädchen scheint normal zu sein, sie hatte gerade mal eine Nacht im Kühlhaus ihrer Tante eingeschlossen verbracht. Das kurbelt vielleicht die grauen Zellen an. Man macht sich auf zur Wetterstation, weil es da ein funktionierendes Funkgerät gibt (Telefone etc. sind natürlich gerade kaputt), stößt dort aber nur auf eine weitere Leiche mit zerfetztem Gesicht, die einen Stein in der Hand hält. Schüsse fallen und man kann gerade noch so fliehen. Zurück beim Doc werden sie Zeuge, wie sich ihr Unfallopfer die Halsschlagader aufschlitzt, was den Arzt aber nicht weiter zu stören scheint.
Derweil kommt Bakermann auch in Dawson an und sucht das Polizeirevier auf, aber die Mitarbeiter dort verhalten sich auch wie eine Horde Übergeschnappter. Er sucht einen Polizisten zu Hause auf, aber der hat sich bereits erhängt, während ein anderer gerade alle zusammenschießt. Macht aber nix…in guter Gabriel Burns Manier wird dieser Geschichtenstrang nicht weiter verfolgt.
Larry findet heraus, dass ein Giftgas die Einwohner von Eden Creek getötet hat, dass sie aber weiterhin rumlaufen. Ebenso wie sieben in Vancouver erwürgte Menschen, was aber nur am Rande und dann nie wieder erwähnt wird. Alle Opfer haben außerdem Einstiche am Hals. Wieso, weshalb,warum…naja, ihr kennt das ja.
Eine mysteriöse Stimme enthüllt Steven, dass der Stein, den die Leiche in der Wetterstation in der Hand hielt, Wolfram ist und dass es (das Gift) außerdem bei 0 Grad Fahrenheit nicht mehr wirkt. Was wenigstens erklärt, wieso das Kühlkammer-Mädel normal ist. Wolfram ist ein guter Tipp, also zieht Steven allein los zum nächstgelegenen Bergwerk. Würde ich ja auch immer tun. Vor allem, wenn die Gegend eingeschneit ist und überall irre Zombies rumlaufen. Im Bergwerk trifft er auf Cardieux (wieso, weshalb,warum…ach, ich frag einfach nicht mehr) und ein Monster oder was auch immer, was aber nicht näher beschrieben wird.
Kreisch, kreisch, trippeltrappel, Panik!
Und Steven darf in das nicht mehr vorhandene Gesicht des Gesuchten treten. Schmodder! Ihm gelingt die Flucht und da man feststellt, dass die Monster oder was auch immer nur nachts unterwegs sind, verbarrikadieren sich Larry, Steven und das Mädle in einer Blockhütte. Am nächsten Morgen fahren sie mit dem Wagen los, müssen aber durch einen Tunnel, um das enge Tal zu verlassen und selbiger Tunnel ist durch Geröll blockiert.
How conveeeeeenient!
Steven steigt aus dem Auto aus, um das Geröll wegzuschaffen, als sich ein „grauer Engel“ (so nannte die Tante des Mädels diese Wesen) von der Decke herabläßt. Ziemlich groß und beflügelt und mit unglaublich spitzen Zähnen und einem riiiiiesigen Maul. Er rülpst erst mal und spuckt unserem Helden den halbverdauten Arm des Wettermanns entgegen. Womit der nötige Ekelfaktor für diese Geschichte abgearbeitet wäre. Steven weint vor sich hin und auf einmal sagt es fupp und das Monster ist weg.
Er hat es weggezappt, wie einst seinen Bruder.
Praktisch, gell?
Bakerman taucht auf und hat die Frau im Schlepptau, die Steven angeblich getötet hat. Er wollte nur mal schauen, wie dieser sich so bei der Feldarbeit macht.
Tscha, und dann geht’s zurück nach Vancouver. Was letztendlich aus den Zombies wurde, was das mit Wolfram zu tun hatte, wer Cardieux war etc. wird eben einfach nicht mehr erklärt. Auch später nicht. Tut wohl nicht Not.
ARG!!!!