Gabriel Burns 5 - Nachtkathedrale

Wieder einmal eine Folge, in die viele Ideen gepackt wurden, die aber nur oberflächlich gestreift werden. Da viel kreative Mühe in die Darstellung der Morde floß, kam anderes wie immer zu kurz.

Vancouver…diverse Leichen werden gefunden, liebevoll drapiert. Einmal an den Boden einer Kirche geschraubt, nicht genagelt, einmal ohne Bauchspeicheldrüse im öffentlichen Park oder auch woanders.
Es stellt sich heraus, dass alle Leichen Magier sind, sei es haupt- oder nebenberuflich. Und während Bakerman, Joyce und Larry die Morde recherchieren, bekommt Steven Burns einen Anruf von seinem Nachbar aus Kindertagen, der sich in Gefahr wähnt. Entsprechend fährt er hin und findet ihn bewußtlos am Boden seines Hotelzimmers. Eine Frau stößt zu den beiden und meint, sie müßte sie alle in Sicherheit bringen. Man fährt mit dem Auto erst in ein Cafe, (ein Kännchen kann ja nie schaden) und dann zu einem großen Herrenhaus, in dem alles weiß („Die Bösen mögen das nicht“) ist und in dem auch mal metergroße Käfer durch die Gänge krabbeln. Joyce und Larry fahren derweil aus nicht näher ersichtlichen Gründen nach Chinatown zu „Yellow Ma“, die ihnen erzählt, dass ja mit den Morden zugleich auch Sakrilege begangen wurden (ach ne…so ein Mord an sich ist ja in den Augen der Götter auch nichts verwerfliches), da a) Hostien geschändet wurden und b) bei den Indianern die Bauchspeicheldrüse als Sitz der Seele gilt. Sie erklärt sich bereit, mal mit den Toten zu schnacken, aber ein anderer böser Geist stört die Seance und erzählt, dass Joyce in der „Nachtkathedrale“ sterben werde und dass die Geschichte im St. Pauls Hospital weiter gehen soll. (Jaja, die Bösen…verraten mal wieder sinnlos all ihre Pläne…typisch!)
Also fahren sie hin, Bakerman und co sind auch schon da und was tut man natürlich, wenn man eine Morddrohung erhalten hat? Richtig, man macht sich alleine auf die Socken, damit der Böse auch eine Chance hat, Böses zu tun. Wäre ja ansonsten unfair. Prompt geht Joyce in die Falle und bekommt ein Mittelchen injiziert, das sie gleichzeitig lähmt und ihr Schmerzempfinden steigert (sollte jeder kleine Hobbysadist vorrätig haben).

In dem weißen Haus bewundert Steven derweil die Ahnengalerie (anscheinend handelt es sich um den Hauptsitz eines Magier-Clubs) und die Asservatenkammer, wo es einen toten Rattenhund (wir erinnern uns an Teil 2 der Serie) und eine rumänische Pistole (wir erinnern uns an die Achse des Bösen aus Teil 3 der Serie) zu bestaunen gibt.
Dann klappen die Wände weg und Larry wird an einen Ort transportiert der (O-Ton) „voller Gemeinheit“ ist. Wie ich mir das jetzt vorstellen muß, sei dahingestellt…
Da ging dem Schreiberling wohl spontan die Phantasie aus.
Er hört Joyce Stimme, wird dann aber wieder zurückgezerrt in die Villa, wo ihn sein Ex-Nachbar gerade völlig sinnlos mit einem Rasiermesser bedroht, aber dann von dem wandernden Käfer gestört wird. Steven flippt zurück in die Höllenwelt oder was auch immer, gefolgt von der Frau, die ihn in die Villa brachte. Sein Ex-Nachbar und dessen Beweggründe werden nicht weiter erwähnt. Vielleicht hat ihn ja der Käfer zerlegt oder er hat sich selber weggezappt oder was auch immer.
Grumpf…solche Nachlässigkeiten im Erzählfluss könnte ich ja echt hassen!

Joyce wird derweil immer noch von dem Polizeiarzt bedroht, der seine Befehle von Aaron Cutter persönlich (!) (und hier wird so getan, als sei der Name common knowledge) erhält. Der ist zwar noch nie vorgekommen, aber egal. Das war ein Irrer, der vor 120 Jahren Massenmorde auf dem Hospitalgrundstück begangen hatte. (Nomen est omen)

Die Polizei findet Blutspuren im Labor des Hospitals (das ist mal wirklich ungewöhnlich für ein Hospitallabor!), geht denen nach, aber die Spuren enden vor einer Wand und sie sehen den Geist Aaron Cutters im Keller. Steven und die Frau tauchen derweil bei Joyce auf, gerade noch rechtzeitig, bevor der Polizeiarzt sie zerschnippelt. Zum Glück hat man noch zufällig die rumänische Pistole in der Hand, um den Arzt damit zu erschießen.

Dann wird noch aufgelöst, dass Stevens Nachbar wohl von Aaron Cutter die Anweisung bekam, Steven von Joyce fernzuhalten. Und dass Magier anscheinend irgendwie störende Individuen für das Böse sind. Aber wieso, weshalb, warum steht (noch?) in den Sternen.

Alles sehr unbefriedigend.