Gabriel Burns 6 - Die Todesmaschine

Diese Folge ist zur Abwechslung nicht ganz so sprunghaft wie die vorhergehenden, wenn sich auch die Frage stellt, ob die Antagonisten eigentlich noch alle Tassen im Schrank haben. Okay, es ist ja nix neues, dass die Bösen geistig minderbemittelt sein müssen, damit die Guten überhaupt eine Chance haben im Leben. Vielleicht wollen sie ja auch ab und an einfach mal sinnlos Spaß haben. Ist zwar schwer vorstellbar, wäre aber wenigstens ein Erklärungsversuch für das irrationale Vorgehen.

Die Geschichte beginnt mit einer Entführung. Während eines Liebestechtelmechtels wird die Tochter der Sekretärin Bakersmans entführt. Man hat ein Druckmittel und erfährt Informationen von der besorgten Mutter.
So weit so gut. Es wird jetzt aber nicht weiter erwäöhnt, ob die Tochter gerettet wird oder gekillt oder was auch immer.
Ein mit Plastiksprengstoff und Keramikwaffen ausgestattet Killer spricht vor bzw. sprengt sich im Büro der Organisation. Trippeltrappel ... PANIK ... Evakuierungspläne.
Bakerman und Larry Newman nehmen den "Mountain Whistler Zug" zum Landhaus des Chefs, um dort unterzutauchen. Sie meinen, dass ein Zug für eine Flucht derart weit hergeholt sei, dass da keiner drauf kommt. (Und damit könnten sie sogar recht haben, ich wäre nicht auf solchen Schwachsinn gekommen. Hey, wir müssen fliehen, wir nehmen mal das Transportmittel, das am langsamsten, am teuersten und am unflexibelsten ist und zufällig an meinem Landsitz vorbeifährt…)
Steven trifft derweil in seiner Eigenschaft als Taxifahrer eine Frau, die ihm ein paar Fotos in die Hand drückt und sich dann aus dem Staub macht. Man erkennt drauf Steven als Kind auf einer Geburtstagparty und im Gebüsch steht der Bakerman, allerdings nicht viel jünger als heutzutage. Er ist anscheinend in den letzten zwanzig Jahren nicht gealtert.
Die weiteren Vorfälle halten Steven und Joyce nicht von der Arbeit ab. Sie machen in einem Institut halt, in dem sich todkranke und frisch verstorbene Menschen einfrieren lassen. Und stellen fest, dass der Chef wohl vorzeitig ein paar Leichen aufgetaut und wiederbelebt hat, was aber nicht so gut läuft.
Hier bricht die Geschichte abrupt ab, nach Entdeckung der bedauernswert ekligen Zombies verläßt man das Institut einfach so, weil man ja in den Zug steigen möchte. Hm...die beiden haben zwar ein Auto und könnten auch gut damit zum Landhaus fahren, aber wozu etwa logisch denken? Der Autor der Serie muss in Sachen Zusammenführung von Storylines echt noch was lernen. Grumpf!

Mal ganz abgesehen davon, dass es ein sehr sehr langsamer Zug sein muss, wenn man noch gemütlich Ärzte befragen kann und durch die Gegend schaukeln kann, bevor man sich am Bahnhof trifft. Aber nun...
Im Zug geschehen derweil auch seltsame Sachen. Man hält an einem Bahnhof (ach was) und ein Krankentransport dockt an bzw. man trägt jemanden in einer Bahre in den Zug. Geheimnis, Geheimnis und so ungewöhnlich, dass es Bakerman natürlich sofort auffällt. Ist ja vielleicht auch nur ein kleiner Zug. Später erstickt im Speisewagen erstickt beinahe eine Frau, aber Bakerman kann ja zum Glück den Heimlich-Griff. Das will ich ja auch noch glauben. Nicht glauben will ich, dass ihn deswegen später der Bahn-Polizist zu Rate zieht, als selbige Dame tot im Abteil liegt. "Hallo, sie haben ja vorhin dieser Dame da geholfen, die sie gar nicht kannten. Schauen Sie mal, nu is sie tot" - Auf die Leiche zeig.
Na schönen Dank auch. Sowas möchte ich nicht sehen. Sehr weit hergeholt, dass der Polizist das tun würde, oder? Und dass er dann auch noch zuläßt, dass man die Leiche befummelt und entdeckt, dass sie ein kleines Loch auf dem Rücken hat, wo wohl etwas rausgebrochen ist aus ihr. Schnell ist Bakerman klar, dass da wohl was in den Getränken verborgen ist. Logisch, kommt man ja auch gleich drauf.

Er und Larry turnen ein bißchen durch die Zug, hoppla, schon fast alle zombiefiziert. Nur der Kranke noch nicht, ein kleiner Junge, wie es sich herausstellt, der unter einem Sauerstoffzelt verbleiben muss. Und ein Zirkusclown nicht, der mit seinem Bären durch die Gegend reist.
Im hinteren Wagen trifft man auf den geclonten Luther (der ja schon öfters mal vorkam), diverse Parasiten und die seltsame Gewebemaschine aus dem letzten Teil. Luther will Bakerman zwingen, durch den Vorhang zu gehen, der die Maschine abtrennt, aber just in dem Moment läßt der Clown den Bären los und der macht Ärger.
Inzwischen haben Steven und Joyce festgestellt, dass der Zug gar nicht in Bahnhof XY gehalten hat und nutzen eine Steigung, während der der Zug langsam fährt, um aufzuspringen. Man gut, dass das kein ICE ist. Handgemenge, Panik, Schlägereien, man stellt fest, dass ein Hubschrauber hinter dem Zug herfliegt, um ihn bei passender Gelegenheit zu sprengen.
Aber alle schaffes es noch rechtzeitig aus dem Zug zu hüpfen, auch der Junge mit der Atemmaske, der im folgenden noch versucht, Steven zu erschiessen, bevor er den Löffel endgültig abgibt.
Steven hat ein Nah-Tod-Erlebnis, bei dem er auf ein schleimig-eitriges Wesen trifft, das ihn fragt, wann es denn endlich erlöst werde. Steven müsse das doch wissen, denn immerhin sei er Gabriel.
Am Ende deckt man noch auf, dass Asthmaboy ein "Beobachter" der anderen Seite sei, die im Zug Experimente gemacht hätte.

WIESO?? Wieso schleppe ich diese seltsame Maschine in den Zug und seltsame Beobachter und vor allem meine Erzfeinde und lasse dann ein paar Parasiten los, von denen ich bereits weiß, wie zombiefizierend ihre Wirkung ist. Das ist doch schwachsinnig. Was für ein Risiko für nichts und wieder nichts? Warum dann nicht stattdessen mal wieder eine Kleinstadt infizieren? Ist doch viel einfacher. Und warum meine Gegenspieler da mit reinziehen? Warum denen unnötig Informationen in die Hände geben? Das Böse ist mal wieder so dumm, das es brummt.

Oder der Autor, wahlweise, der eine gute Grundidee hatte (Würmer im Zug), aber diese schlecht erklärt hat. Oh je, oh je, es wird immer absurder.

Genauso wie die Episode in der Klinik. Okay, sie wissen jetzt, dass man versucht, diesen Unsterblichkeitsschleim der Wacos künstlich herzustellen. Toll. Aber dann geht man einfach weg? Hallo? Was ist mit Beweissicherung? Die anderen sprengen doch jetzt sicher die Klinik oder räumen alles weg oder so. Gnaaaaaaaaaa!

Und dann so tolle Statements wie "Woher kommen diese Parasiten? Sie sind nur zum Teil organisch, ihr Innenleben ist elektronisch." Ja, rate mal...das sind die Borgs....*headdesk*