Gabriel Burns 7 - Die Fänge des Windes

Zur Abwechslung mal eine gute Folge, die nicht zu arg durch unlogische Momente auffällt. Aber vielleicht liegt es daran, dass die Handlung linear ist und sich der Autor dadurch nicht verzetteln konnte. Hat ihn zumindest nicht davon abgehalten, einige Charaktere stellenweise unter den ‚Tisch fallen zu lassen und sich später wieder daran zu erinnern. Stimmt, da war ja noch dieses Mädchen….

Wir erinnern uns, Steven wurde in der letzten Folge angeschossen und liegt nun im Krankenbett. Nach wie vor grübelt er über die Fotos von seinem Kindergeburtstag, bei dem Bakerman als nicht eingeladener Gast zugegen war. Nun will der alterslose Glatzkopf reinen Tisch machen und erzählt seine Geschichte. Vor 122 Jahren in Schottland geboren und aufgewachsen verdiente er bald seine Brötchen als Indiana Jones für Arme in einer Zeit, als die Archäologie in Ägypten noch ein lohnendes Geschäft war. Ein Kollege zieht ihn zu Rate, weil er ein mysteriösen Manuskript gefunden hat, das von den Kufra-Oasen und einer Sonne-Mond-Konstellation spricht, welche ein Tor öffnet. Noch während man gemütlich bei einem Kännchen Kaffee über den Mond grübelt, wird selbiger Kollege am Tisch geschnetzelt (da hatte der Show-Koch wohl was verwechselt) und Bakerman erstmal inhaftiert und des weiteren dazu verdonnert, den Platz des ausgefallenen Archäologen bei der Expedition einzunehmen. Man zieht los im Konvoi bewacht von zwei Panzern, im Gepäck die kleine Tochter eines hiesigen Stammesfürsten, um vor Angriffen geschützt zu sein. Zum Zeitvertreib erzählt man sich von lebendem Sand, der ab und an durch die Gegend weht und ziemlich tödlich sein. Und wie auf’s Stichwort gerät man auch in einen Sandsturm, den Banditen zu einem Schußwechsel nutzen. Als alles vorbei ist, findet man Panzer Nummer eins nur noch sauber vom Sand abgeschälte Skelette.

Man übernachtet in einem Zeltlager, was Bakerman die Gelegenheit gibt, einen Blick auf die weiteren Expeditionsteilnehmer zu werfen, darunter eine geheimnisvolle verhüllte Gestalt samt ihrem Leibarzt.

Am nächsten Morgen macht sich ein kleines Grüppchen auf in die Oasen. Man findet einen geheimen Gang und Bakerman entschlüsselt einige warnende Schrifttafeln. Man findet eine Steinplatte mit Löchern drin, alle halten bereitwillig die Finger rein und *zack* werden sie gestochen. (Völlig logisch, ich stecke in der Wüste auch gerne meine Finger in alle möglichen Löcher. Ich werde gerne von Skorpionen, Spinnen, Käfern o.ä. angenagt.) Das Blut fließt, eh voila, ein Geheimgang öffnet sich. Man steigt eine Treppe hinunter, unten steht das Wort „Erinnerung“ in serbo-kroatisch (oder was auch immer) an einer weiteren Tür und alle haben mal kurz unangenehme Visionen aus ihrer Vergangenheit. Was sie aber nicht weiter verstört. Sie gehen weiter und kommen an ein großes unterirdisches Meer als Colonel Amato eine spontane Eingebung hat. „Da gibt es bestimmt eine Insel!“
Ja ne, is klar… wir wollten jetzt auch nicht wieder einfach so umkehren.

Man stiefelt also drauflos, zum Glück ist das Wasser nicht tief und kommt an einem riesigen Skelett vorbei (von dem Bakerman heute glaubt, dass es ein toter Vasco war) und wird von Raubfischen angegriffen. (Haialarm auf Mallorca! Wir wollen Fisch!) Der pfiffige Colonel erschießt daraufhin einfach einen der Gruppe, alle Biester stürzen sich darauf und man kann weitermarschieren und findet tatsächlich eine Insel, auf der sich eine Pyramide erhebt.
Selbige hat drei Löcher (so wie der Hut drei Ecken hat) und natürlich ist die erste Idee, da was reinzustecken (Männer!). Der Doktor muss dran glauben, Arm rein…Arm ab…. Bakerman darf sich an Loch Nummer 2 erproben (1…2…oder 3….) und findet dort ein kleines Fläschchen, gefüllt mit Ila al Khalf (whatever).
Sofort stürzt die geheimnisvolle verhüllte Gestalt nach vorne und entblößt sich.
Igitt!
Es ist eine Frau, die Nichte Benito Mussolinis und als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, hat sie auch noch Lepra und ein Gesicht wie ein Totenschädel. Sie trinkt einen Teil der Flüssigkeit und hofft auf Heilung.
Man macht sich erneut auf Wattwanderung, diesmal muss der Doc als Fischfutter herhalten, der ist ja eh schon halb kaputt.


Wieder draußen drehen alle etwas durch, Majore Fink will das Fläschchen für sich haben und die Leprakranke, mit der es rapide abwärts geht, greift mal eben aus Gründen der Dramatik das junge Mädchen an, das Bakerman die ganze Zeit mit sich rumgeschleppt hat und die die ganze Zeit nix zu sagen hatte. Im Handgemenge kriegt unser Glatzkopf einen Dolch zwischen die Rippen, Amato wird erschossen, Mussolinis Nichte krepiert und Fink flüchtet mit dem Flakon in die Wüste.

Etwas später wird Bakerman von dem Stammesfürsten Abdul Ash Badri gefunden, der sich natürlich freut, dass seine Tochter wohlauf ist. Fortan hat unser Held also einen Stein bei ihm im Brett. Er beschwört die „Fänge des Windes“ und der Sand erhebt sich, zerfrißt die Leichen und macht sich auf die Suche nach Amato. (Wie praktisch!) Auch Badri hat etwas Ila al Khalf in der Tasche, anscheinend wird es von den Vascos produziert (oho…wie das Spice also, der Wüstenplanet läßt grüßen!), und auch eine Bedienungsanleitung dafür, man muss es einatmen, nicht trinken!
Flugs ist Bakerman wieder fit wie ein glatzköpfiger Turnschuh und altert fortan nicht mehr. Schöne Sache das.