Deep Blue Sea
Der Film trägt den Namen zurecht, denn wahrscheinlich hatten Regisseur und Drehbuchschreiber die Köpfe sehr tief unter Wasser, als sie sich diesen Schwachsinn erdachten. Mir wäre es lieber gewesen, sie wären gleich mit ertrunken, anstatt mich so zu quälen.
Monsterfilme schön und gut....aber ein kleines bißchen Realismus erwarte ich dann doch, zumal es hier ja eigentlich nur um genetisch aufgepeppte Haie geht. Der Film ist mehr als unlogisch, das Verhalten der Leute mehr als rätselhaft und unterhaltsam nur dahingehend, daß man sich als Zuschauer regelmäßig an den Kopf fassen muß bzw. über diverse Szenen nur noch hemmungslos ablachen kann, was aber sicher nicht im Sinne der Macher war.

Kurz zur Geschichte:
Man hat herausgefunden, daß Haigehirne einen Stoff enthalten, der den Zellverfall rückgängig machen kann und man erhofft sich, damit eine Heilung für die Alzheimer-Krankheit. Auf der Tiefseeforschungsstation Aquatika züchtet man genetisch veränderte intelligente sehr große Haie (klar, je größer das Hirn, desto intelligenter...wer's glaubt! Und wenn sie mehr von dem Zeug brauchten, warum nicht einfach eine Horde Haie züchten?).
Insgesamt drei große Haie dümpeln da nun rum, zwei Generationen, wie erwähnt wird. Und von einem Tag auf den anderen drehen die nun durch und zerschnetzeln alles. Wieso sie das nicht schon vorher getan haben, bleibt fraglich, muß wohl in der Luft gelegen haben. Passenderweise kommt auch gerade ein Orkan auf, man kann also nicht weg von der Station, die im Laufe des Filmes komplett zerlegt wird von den Monsterhaien, die mysteriöserweise durch sehr kleine Schotttüren passen.

SEUFZ!!!!!!!!!!!!
Was für ein Schwachsinn! Es könnte doch ein bißchen logischer, ein bißchen intelligenter zugehen, oder?
Actionmäßig ist der Film ok, auch recht spannend, es geht viel kaputt, aber das alleine reicht vorne und hinten nicht. Wenn man dann noch den Kommentar des Regisseurs hört, daß man ja nie erkennen könnte, was nun echte Haie sind und was Modelle, lacht man erst recht herzlich, denn das sieht man auf den ersten Blick. Computeranimationen schön und gut, aber wenn man keine haitypischen Bewegungen hinkriegt, dann is' das ja man schlecht, oder?
Auch sonst halte ich nicht viel von Filmen, bei denen man die Handlung bereits vorausahnen kann, wir wußten schon recht schnell, wer leben und sterben wird in diesem Film und es waren viele sehr sehr sinnlose Tode dabei. Mit nur einem kleinen Klacks Menschenverstand hätte man gut überleben können. Aber nein....
Nun, ist schon mal schön zu erraten, welchen groben Unfug die Akteure wohl als nächstes begehen werden.
Versteht mich nicht falsch, der Film war schon als Action-Film konzipiert mit einer ernsten Handlung. Aber ich kann ihn nicht ernstnehmen, es war von vorne bis hinten nur lächerlich und gnadenlos schlecht.

Da schaue ich mir lieber achtmal "Der weiße Hai" an, da weiß ich, was ich habe!