Gabriel Burns 8 - Nebelsee

Ich habe noch nicht ganz herausgefunden, wie sich diese Füller-Folge in das Gesamtbild der Serie integriert. Kann im Prinzip auch völlig losgelöst vom „Gabriel Burns“-Universum einfach als eklig-gruseliger Gedanke stehen. Schlecht ist es nicht, mehr als einmal lief mir beim Hören ein kalter Schauer über den Rücken und ich war froh, nicht vor Ort sein zu müssen.

Wir sind zu Gast auf der abgelegenen Farm von Jana Heseltine (Hasselhoff…!), Tochter des Kochbuchverlegers und Stevens Ex-Verlobte. Selbige will gerade ihr Ferienhaus am See fit machen für eventuelle Sommergäste, als sie irgendwie in den Arm gestochen wird. Was sie zunächst für einen Insektenstich hält, wirkt optisch aber eher wie ein roter Handabdruck.
Sie besucht ihre schwangere Nachbarin, auch diese hat rote Handabdrücke am Bauch, außerdem fallen ihr unerklärlicherweise die Zähne aus.
Papa wird mißtrauisch und alarmiert Steven Burns, der unverzüglich anreist. Es passieren weitere „Unfälle“, beim Renovieren des Bootssteges zerbröselt dieser und zwei Jugendliche werden unter Wasser gezogen, können sich nur mit Mühe retten und sind auch rot verstriemt hinterher. Des nächtens verschwindet noch ein kleiner Junge aus der Nachbarschaft.
Man stellt eine Suchmannschaft zusammen, doch nur ein Stofftier wird gefunden und Jana verliert einen Zahn vor Schreck.
Das scheint in der Luft zu liegen, diverse Nachbarn sind betroffen. Agnes Webster, die ihren Mann bei einem Autounfall verlor glaubt, zieht sich ihr bestes Kleid an und springt nachts in den See, weil sie glaubt, ihr Gatte hätte sie gerufen. (Das nenne ich mal gehorsam!) Jana erhält einen Anruf, dass auch die Schwangere vermißt werde und die Spuren zum See führen würden. Steven schnappt sich einen Taucheranzug und blubbert ab.
Man kann sich das nun folgende Szenario vorstellen. Dunkler See, Nebel, viele Schlingpflanzen und zahnlose Wasserleichen, darunter auch der seit Jahren verschollene Ehemann. Yuk!
Außerdem ist im See ein geheimnisvollen Dröhnen zu hören.
Steven gerät in einen Strudel, wird nach unten gesogen und verliert die Atemmaske.
Ärgerlich!
Aber hahaha…zu früh gefreut, Larry Newman ist ihm nachgefahren, hatte zufällig auch eine Taucherausrüstung dabei und setzte prompt zur Rettung an.
Die Schwangere taucht wieder auf, angeblich hatten sie die Stimmen ihrer toten Babies an den See gelockt, aber sie ist irgendwie vom Weg abgekommen und hat sich verlaufen.
Scharfsinnigerweise stellt Steven noch fest, dass er das mysteriöse Dröhnen schon mal gehört hat (nein, nicht aus der Wohnung nebenan, wenn der Nachbar mal wieder Albany hört…) und zwar sowohl in Alaska als auch bei den Experiment Stille-Aufzeichnungen. Das muss ein wirklich unverwechselbares Dröhnen sein….

Insgesamt sehr unbefriedigend. Zugegeben, in einem solchen See mit den Leichen zu tauchen ist nicht gerade schön. Aber sonst? Alle paar Jahre dröhnt es mal und die Leute springen in den See? Und was sind das für Handabdrücke? Rasen da unsichtbare Perverse durch die Gegend? Wo kommen die her? Wo gehen die hin? Wieso tatschen sie nur Frauen an? (öhm...zugegeben, das kann ich mir denken..)
Wie soll das weitergehen? Stopfen sich jetzt alle die da wohnen die Ohren zu, wenn es mal dröhnt? Gehen sie einfach nicht mehr an den See? Verfüttern sie die Feriengäste stattdessen? Oder ziehen alle weg? Man weiß es nicht ... Bleibt leider alles offen. Ich hoffe mal, dass es sich später noch mal irgendwie aufklärt. Wäre sonst echt sinnlos das Ganze.