Gabriel Burns 10/11 - Diesseits der Kuppeln - Welt der Dämmerung

Die erste Doppelfolge der Serie und so langsam entsteht so etwas wie roter Faden und die Ereignisse sind nicht mehr völlig plan- und zusammenhanglos.

Nach den Vorkommnissen im rumänisch/russischen Grenzgebiet Nelaru (wir erinnern uns an die Ostblock-Area 51) werden Joyce und Steven vermißt. Bakerman schickt daraufhin Larry Newman und Stuart Blumberg los und die beiden treffen in Bukarest auf den Chefredakteur der Dimitate, der seit der Veröffentlichung eines Interviews mit einer aus Nelaru flüchtigen Frau, Probleme hat. Sein Büro wird abgehört, doch es gelingt ihm, Larry einen Zettel zuzustecken, auf dem er ein geheimes Treffen vereinbart.

Dort eröffnet er ihnen dann, dass graue Engel in der Stadt seien und Todesanzeigen von noch lebenden Personen in seiner Zeitung veröffentlicht werden (soviel also zum Einfluss eines Chefredakteurs auf das Endprodukt!). Was eigentlich eine nett gemeinte Geste ist, da besagte Personen sowieso ein paar Tage später hops gehen. Er selber wurde auch bedroht und sieht sich gezwungen, eine Gegendarstellung zu den Nelaru-Ereignissen zu veröffentlichen. Ferner weiß er zu berichten, dass zwei Amerikaner im Sperrgebiet gesichtet worden seien. Damit hat die Figur ihre Schuldigkeit getan und wird flugs von einem grauen Engel dekorativ ausgeblutet wird, während eine obdachlose Frau mit Einkaufswagen und dreibeinigem Hund (I am not making this up!) vorbeischlendert.

Steven und Joyce werden derweil von fiesen Sturmtrupplern Russen gefangengehalten, gefoltert und verhört. Weil man eine Leiche gefunden hat, die nicht verwest, schneidet man Steven ein Fingerglied ab, das auch nicht verwest. Nur, weil der Doktor so eine Ahnung hatte. Weil beide aus dem gleichen Gebiet geflüchtet sind und beide Amerikaner/Kanadier/verfickte Westler sind. Unverkennbar ist, dass die Leiche Luther Niles (der 43ste…) ist. Und Steven fällt auf, dass er in seinem Leben nie ernstlich krank war. Könnte er auch geklont sein? (Sonst wäre „Nicht verwesen“ ja auch mal eine extrem sinnlose Superfähigkeit. So nützlich im Alltag…. Har har, du kannst mich ruhig umbringen, Schurke, aber sieh mal zu, was du mit der Leiche machst! Nein, nicht in die Körperwelten…aaargh….)

Bei Niles Obduktion fallen noch andere Sachen ins Auge, nämlich ein extrem kleiner Verdauungstrakt. Der gute Mann konnte sich allemal flüssig ernährt haben und das auch nicht mit Alkohol, denn die Leber ist auch winzig. (Kein Wunder, dass er dann dauergrantig ist…). Die mißtrauischen Russen schicken daraufhin Steven und Joyce zur Ultraschalluntersuchung, aber wenigstens darmtechnisch sind die beiden normal.

Der Geheimdienst recherchiert, dass die Niles-Leiche unter dem Namen Walter Konetka bekannt war und wissenschaftlich zuletzt bei einem Sphären-Projekt (ähnlich wie Earth 2) tätig war. Selbiger Konetka lebt und arbeitet allerdings noch und das Argument „geklonter Doppelgänger“ lassen die Agenten nicht gelten. Was macht da mehr Sinn, als die beiden Gefangenen zu Konetka selber zu führen. Man bricht auf zu den zwei Kuppelwelten. Sphäre A ist ein tropisches Meer, Sphäre B die Taiga. Aber irgend etwas läuft da zur Zeit schief, denn ein undurchsichtiger Urwald wuchert darin und in Sphäre A ist ein Trupp Wissenschaftler verschwunden. (Hier findet sich … mal wieder – seufz – ein offener Storyfaden. Die Wissenschaftler sind einem Wolf gefolgt, und man hatte den Eindruck, sie würden ihn kennen…aber wieso weshalb warum…)

Auf jeden Fall ist Konetka/Niles Nr.44(?) in den Sphären und Larry, Joyce und eine Handvoll Sicherheitskräfte (der Enterprise…) nehmen die Verfolgung auf. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen kann man nur von oben rein und zwar mit einem Segelgleiter. (..war halt mal eine hübsche Idee…) und man kann so schön damit abstürzen….ditsch….voll ins Wasser rein zu den Riesenstören, die Joyce anknabbern. Steven und sein Aufpasser arbeiten sich derweil zu Sphäre B vor in den Urwald.

…der verdammt dicht ist. Und es gibt seltsame Geräusche und es ist dunkel und deswegen klettern sie auf den nächstbesten Baum….

In der Kommandozentrale stellen die Russen derweil fest, dass fast alle Tiere in Sphäre B, denen sie Peilsender verpaßt hatten, tot sind. Nur ein Rudel Wölfe scheint sich zu sammeln….

…und schon greifen sie an und zerlegen Stevens Aufpasser, doch bevor sie unseren Helden auch zerfleischen, werden sie von Niles verjagt, der auch im Baum hockt.

Joyce und diverse andere Leute haben sich von dem Fisch-Vorfall erholt und sind derweil auch in Sphäre B vorgedrungen. Aber anstatt sich am Boden lang zu arbeiten, umrunden sie den Dschungel auf einer Galerie. So sind sie zwar vor den Wölfen sicher, werden aber von einem Wespenschwarm angegriffen (Auch nicht besser!).

Hier ist es auch, wo Joyce ihre unglaubliche Wahrnehmungsfähigkeit unter Beweis stellen darf. Denn (O-Ton!) „Joyce entdeckt einen Busch!“ Wahnsinn! Mitten im Dschungel! Wer hätte das gedacht. Ein Busch! Ich kann mein Wasser kaum halten vor Aufregung….

Nach dieser bahnbrechenden Entdeckung arbeitet sich der Trupp weiter zur Unterkunft der Wissenschaftler, wo sie einen lehmbeschmierten nackten irgendwie wahnsinnigen Mann treffen. Es ist Jerin Petrowski, der schon länger vermißt wurde. Er verspricht, ihnen bei der Suche nach Steven und/oder Niles/Konetka zu helfen.

Sie brechen auf, Petrowski berichtet von den Mutationen der Pflanzen und wie auf’s Stichwort wird einer der Leute wird von einer Liane gepackt und erdrosselt.

Steven und Niles klettern derweil die Bäume hoch, umringt von dekorativ leuchtenden Kugeln aus Fäulnisgasen. Später erreichen sie die ehemalige Steuerzentrale der Sphäre, wo Niles Steven stolz seinen Nachwuchs präsentiert. Eine gallertartige Masse mit Augen, Händen, Köpfen etc., die aber das veränderte Klima nicht verkraftet und gerade so ein bißchen am Sterben ist. Niles berichtet, dass er das Klima so verändert hatte, dass er sich dort prima vermehren kann. Aber der Schuss sei nach hinten losgegangen und er habe die Veränderung nicht stoppen können und nun sei das Klima leider irgendwie ungesund für die Kinderchen. Weswegen Steven sie mal eben weg und ins Dämonenland (oder wohin auch immer) teleportieren soll.

Die Tür geht auf und der Rest vom Schützenfest stolpert hinein. Niles ist sauer, dass seine Schergen nicht alle eliminiert haben, wie es geplant gewesen war. Petrowski faselt, dass er Krebs hätte und alle anstecken würde, weswegen ihn Luther genervt erschießt. (O-Ton in Alan-Rickmann-Tonfall: „Ich schieße sie jetzt in den Kopf.“) Einem zuvor von Wespen gestochenem Russen platzt der Schädel, was Luther noch mehr nervt. Er bedroht Joyce (O-Ton in Alan-Rickmann-Tonfall: „Ich richte jetzt eine Waffe auf ihren Kopf.“ (falls Joyce das vor Aufregung irgendwie nicht mitbekommt)) und will Steven zwingen, endlich die „Kinder“ wegzuschaffen. Dieser konzentriert sich und schwupps … wer hätte gedacht, dass dieser Mann zu Geistesblitzen fähig ist? … beamt er statt dessen Niles weg.

Anschliessend können Joyce und Steven (alle anderen sind ja tot) problemlos durch ein Loch im Dach die Kuppelwelt verlassen. Es regnet, draußen fliegen Helikopter rum und die Russen bringen sie wieder weg. Steven grübelt, dass ja Rumänen die Sphären gebaut haben für die Russen. Ob die schon von Niles wußten? (Ja, ja, die Rumänen….ein ausgebufftes Völkchen…und auf der Achse des Bösen, wie wir wissen…). Der Wagen hält und Larry Newman, der sie anscheinend gerade vom russischen Militär freigekauft hat, nimmt sie in Empfang.