Gabriel Burns 12 - Die erste Erinnerung

Eine Folge, in der erstaunlich wenig passiert, die aber trotzdem nicht zu langweilig dabei ist. Bakerman und Joyce besuchen ein Bergwerk, Steven wird von Yellow Ma hypnotisiert. Das war’s. Könnte man denken….ok, ich werde ausführlicher:

Frisch aus der Ukraine zurück würde Steven sich ja gerne einen Moment zu Hause erholen, trifft aber in seiner Wohnung auf einen jungen Chinesen mit Clark-Gable-Bärtchen, der ihm ein Stoffkrokodil überreicht, was einmal Stevens Bruder gehörte. Das reicht aus, um Burns neugierig zu machen und ihn auf einen Trip ins größte Chinawon Kanadas einzuladen. Dort trifft er Yellow Ma, aus deren Schatztruhe das Lösegeld stammt, das Bakerman den Russen gezahlt hatte.
Kurze Beschreibung der Szenerie, die mich an eine Mischung aus Jabba the Hutt und dem Aufenthaltsraum der Schlangenfrau aus „Auf der Suche nach dem goldenen Kind“ erinnert, Vorhänge, schwerer Rosenduft und eine unglaublich dicke alte Chinesin. Steven möchte Antworten und sie versetzt ihn und sich in Trance. Nach und nach gelangen wir tiefer in seine Kindheit, stellen fest, dass der Geist Aaron Cutters schon damals bei ihm war, erleben noch mal, wie er seinen Bruder Daniel verschwinden ließ und stellen schließlich fest, dass er keine Erinnerung an seine Geburt hat. Statt dessen sieht er nur einen leeren Raum und seinen kleinen Bruder, der ihn mit der Stimme des Flüsterers eindringlich davor warnt, nie weiter zu gehen. Yellow Ma ist arg erstaunt und stellt fest (DRAMATIK!), dass Steven Burns nie geboren wurde.

Bakerman und Joyce machen derweil einen Familienausflug nach Carmangay in ein altes stillgelegtes Bergwerk. Chef hat recherchiert, dass der Ammonit in Island und der im Donaudelta anscheinend gleichzeitig vor dreißig Jahren aufgetaucht sind. Und dass es vor dreißig Jahren auch einen Unfall im obigen Bergwerk mit 42 Toten gab. (Wieso ihm die Zusammenhänge erst jetzt auffallen, wo er doch schon seit dreißig Jahren im Geschäft ist, bleibt schleierhaft.)
Am Berg angekommen treffen sie auf ein Team von Arbeitern angeführt von Stockwell, dem ehemaligen Aufseher der Anlage, der ihnen von zwei verschollenen Ingenieuren berichtet und ihnen fürderhin den Zutritt verwehrt.
Über einen „geheimen“ Schacht, der damals zur Rettung der Bergmänner gegraben wurde und über den Bakerman natürlich Bescheid weiß, die anderen aber irgendwie nicht (seufz! Logik!!! ), fahren sie mit dem Fahrstuhl, (der in dem geheimen Schacht natürlich immer noch in Betrieb ist), nach unten.
Und weil es gerade so schön ins Konzept paßt oder der Schreiberling dieser Szene vielleicht auch den Abend zuvor auf dem Rummelplatz in einer Katastrophensimulationsanlage war, kommt es zum Stromausfall und der Fahrstuhl stürzt ab. (...jodeldijodeldi…wieso eine solche Anlage bei Stromausfall gleich abstürzt, man weiß es nicht….wieso ausgerechnet in jenem Moment das Band reißt…hmmm…vielleicht weil es seit dreißig Jahren vor sich hinmodert…egal…)
In letzter Sekunde fahren sich Kupferklammern aus und bremsen den Fall ab (und hier hat tatsächlich mal jemand nachgedacht, denn da unten im Schacht alles voller Grubengas ist, wäre an dieser Stelle bei metallischem Funkenflug bereits alles in die Luft geflogen und die Geschichte vorzeitig beendet…)
Unten im Schacht ist es dunkel und sie finden eine defekte Lok und darin zwei Tote mit zerfetzten Kehlen. Schöner Kommentar dazu wieder man von Joyce: „Hm, wer immer das getan hat, er hat kein scharfes Messer benutzt.“ Weiter entlang treffen sie auf das Rettungskommando angeführt von Stockwell, der sich etwas wundert, was die beiden unten machen. Sein Chef, Weiner, der wohl gekommen ist, um den Ammoniten im Bergwerk zu sprengen, kommt dazu und würde Bakerman gerne mal erschießen, wird aber von einem fiesen Monster ausgeschaltet, das aus einem weiteren Schacht hüpft (Trippeltrappel…PANIK), anscheinend Methan atmet und Bakerman (O-Ton: „ARG! Wieso willst du mich töten????“) in einen Schacht zieht, aber plötzlich funktioniert die Sauerstoffzufuhr wieder und das Monster erstickt und zerfällt bei der Gelegenheit auch gleich in Form einer chemischen Reaktion, welche wiederum das Grubengas entzündet.
KABOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOM!

Schalten auch sie nächste Woche wieder ein wenn es heißt: „Kann hier mal einer die verkohlten Leichen von den Schachtwänden kratzen?“
Oder sollten unsere Helden doch zuuuuuuufällig und auf wundersame Weise überleben???