Riddick

Riddick... äääh... ja... eigentlich könnte ich diese Seite leer lassen, denn so habe ich mich nach dem Film gefühlt. Nach dem wirklich guten Chronicles of Riddick bekommen wir nun Pitch Black reloaded serviert. Schade eigentlich :(

Für mich waren Chronicles of Riddick so etwas wie Conan in Space. Der Film entsprach genau dem Flow der Conan-Buchreihe. Auf Groschenromanniveau geschrieben von einem spätpubertierenden Autor, der seinem Leben leider früh durch Selbstmord ein Ende setzte, zeigte uns Robert E. Howard phantastische Welten durch die Augen eines wortkargen geradlinigen bildungsfernen Barbaren.
Vin Diesel ist kein Schwarzenegger, aber Riddick ist ein Conan.
Anderes Setting, andere Regeln, andere Welten, das Genre blieb.

Ich mag Conan. Deswegen hatte ich mich sehr auf Riddick gefreut. Und die ersten zehn Minuten des Filmes, wo man ihn beim Überleben auf einem kargen Planeten begleitet, liessen mein Herz noch höher hüpfen. Aber das war es dann auch. Ein Schiff landet auf dem Planeten und Riddick darf zehn kleine Negerlein mit der Besatzung spielen. (Ist das heutzutage politisch inkorrekt? Ich meine den Begriff, nicht das Spiel... hmmm.....)

Das Bizarre dabei ist, dass die Sympathie des Publikums diesmal auf der Seite des Jägers, nicht die der Opfer liegt. Und das macht es unglaublich langweilig. Nach wenigen Minuten wird deutlich, dass Riddick eine extrem coole Sau ist, die nichts und niemand umbringen kann. Und was nützt ein Held, um den man nicht bangen kann? In Chronicles of Riddick gab es etliche Situationen, aus denen sich der Held nur schwer und unter Schmerzen befreien konnte. In Riddick ist es ein Spaziergang des Alphamännchens. Und die Leute auf dem Raumschiff sind solch minderbemittelte Dumpfbacken, dass man denen echt keine Träne nachweint. Schnell schaut man also auf die Uhr und hofft, dass der Spuk bald vorbei ist.

Es ist einfach nicht interessant.

Es ist nicht witzig.

Es ist nicht clever.

Es macht mir keinen Spass, Riddick beim Sonnenbaden zuzusehen.

In Chronicles of Riddick konnte man sich über die zahlreichen Plotholes und Storybrüche amüsieren und die Fehler aufzählen und es war trotzdem interessant, weil man spürte, dass eine gute wenn auch triviale Groschenromangeschichte dahinterstand.
Die Geschichte von Riddick lässt sich dagegen in vier Sätzen erzählen.
Wahrscheinlich ist den Machern deswegen auch kein weiterer Untertitel eingefallen.
Riddick – Einfach nur Riddick - Weil ja auch nix passiert in dem Film. Außer das Riddick beim Picknickausflug ein paar nervige Leute umbringt wie lästige Fliegen.
Das ist keine Story!
Manno... das war echt das Geld nicht wert. Schade :(