In the mouth of madness
Und es gibt sie tatsächlich noch, die guten Carpenter-Filme. Bei dem Mann ist es ja immer so`ne Gratwanderung. Entweder die Filme sind sehr gut oder sehr langweilig. Aber keine Bange, dieser ist sehr gut, intelligent gemacht und spannend.

John Trent, ein Versicherungsagent, wird von einem Verlag auf die Spur Sutter Canes angesetzt. Der allgemein bekannte Horrorautor verschwand nämlich eines Tages spurlos und das, nachdem er bereits einen Vorschuß auf sein neues Buch erhielt und die Fans bereits Schlange stehen. Zusammen mit einer Lektorin zieht er los und findet schließlich inmitten Maines das Dorf Hobb's End, das Mittelpunkt von Canes Romanen ist und das auf keiner Karte der USA verzeichnet ist. Und dort finden sie tatsächlich alles so vor, wie es geschrieben steht.
Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, aber wenn euch die Namen H.P.Lovekraft und Chtulhu was sagen, werdet ihr sehr viel Freude an diesem Film haben. Falls nicht, macht es auch nichts, eklig ist es allemal, wobei sich das größte Grauen nur im Kopf des Betrachters abspielt.

Sehr gut umgesetzte intelligente und in sich logische Geschichte, gute Schauspieler, bei Sam Neill kann man richtig beobachten, wie er so ganz langsam wahnsinnig wird, Jürgen Prochnow (als Sutter Cane) muß sich dazu ja nicht groß anstrengen, der wirkt immer irgendwie durchgeknallt :)

Die Titelmusik wurde mal wieder von Carpeter liebevoll handgemacht, man hört es.....

Insgesamt betrachtet ein nicht sehr blutiger, dafür umso gruseliger Horrorfilm, der einfach nur Spaß macht. Auch nach mehrmaligem Gucken laufen mir noch immer kalte Schauer über den Rücken, blöd, wenn man ein gutes visuelles Vorstellungsvermögen hat.
Nur schade, daß es solche Filme viel zu selten gibt.