Girl, interrupted
Dieser Film beruht auf einer wahren Geschichte und das merkt man ihm auch an, denn es handelt sich dabei um einen eigentlich sehr ruhigen Frauenfilm, der uns als Beobachter für ein Jahr am Leben der Hauptakteurin teilnehmen läßt.

Dieses Jahr verbringt Susanna (Wynona Ryder) in den 60ger Jahren nach einem Selbstmordversuch in einer psychiatrischen Klinik, wo sie auf verschiedene Schicksale stößt.
Diese Frauen und die sich bildenden Beziehungen und Freundschaften sind Hauptgegenstand des Filmes.
Da gibt es z.B. Lisa, manisch und wild, die den Leuten die Wahrheit immer direkt ins Gesicht sagt, Polly, die sich als Kind anzündete, Georgina, eine pathologische Lügnerin, Daisy, die von ihrem Vater mißbraucht wurde etc.

Interessant ist der Einsatz der Kamera, mit vielen Großaufnahmen der Gesichter wird versucht, den Patienten dieser Klinik näherzukommen, da sie ja, nicht so sehr die eigentliche Handlung, im Vordergrund stehen.

Hm....was soll ich sagen? Vom Hocker gerissen hat es mich nicht gerade. Der Film ist nicht schlecht und die Schauspieler sind sehr gut. Besonders Angelina Jolie zu beobachten ist eine Freude für sich. Für diese Rolle hat sie übrigens einen Oscar und einen Golden Globe gewonnen und das meiner Meinung nach zu Recht.
Trotzdem plätschert die Handlung etwas lustlos dahin und mir ist eigentlich nichts besonders positiv oder negativ im Gedächnis geblieben.

Ganz nett....ganz normal....nichts besonderes....nicht herausragend...Mainstream....
Mal wieder das alte Thema über ein mißverstandenes Teeniemädchen, daß den Weg zu sich selbst in den Wirren und strengen Regelungen der 60ger Jahre erst finden muß. Ein Film, den man sich auch gut mal auf Video anschauen kann, aber einmal reicht definitiv. Hat mir nichts gegeben, blieb irgendwie farblos.