Stir of echoes
Es ist schade, mitansehen zu müssen, wie dieser Film neben "Sixth Sense" regelrecht untergeht, nur weil er das gleiche Thema behandelt. Wobei gleiches Thema nicht auch automatisch die gleichen Schwerpunkte bedeutet....

Tom Witzki (Kevin Bacon) ist ein ganz normaler Familienvater, dem in seinem Leben noch nie was aufregendes passiert ist, auch, wenn er sich das immer wünschte. Er lebt mit seiner Frau und seinem fünfjährigen Sohn in einer netten Wohngegend in Chicago. Die Nachbarn des Viertels verstehen sich gut, es gibt viele Straßenfeste etc. Auf einem dieser Feste willigt Tom ein, sich von seiner Schwägerin hypnotisieren zu lassen. Er ahnt ja nicht, auf was er sich da einläßt, denn in seinem Hirn wird eine Tür aufgestossen und er beginnt zu halluzinieren, Dinge wahrzunehmen, die nicht da sind. Unter anderem spielt dabei ein junges verschwundenes Mädchen eine große Rolle. Sie wird für Tom geradezu zur Besessenheit und er tut alles, um das Rätsel zu lösen, das sie umgibt.

Ich will hier jetzt nicht zu viel erzählen, denn dieser Mainstream-Film (übrigens nach einem Buch von Richard Matheson) lebt von seiner Geschichte. Diese ist nicht ganz neu, aber in sich schlüssig und gut aufbereitet, an manchen Stellen sehr überraschend, an anderen richtiggehend ekelig.

Schauspielerisch sehr solide, die Figuren werden glaubhaft dargestellt, was aber nicht besonders schwer ist, denn sie sind recht normal. Keine Höchstleistungen hier, trotzdem nett anzusehen.
Auf Effekte, spezielle Kameraführung etc. wird ebenfalls verzichtet, Stir of Echoes ist ein durchweg normaler Film. Versteht mich nicht falsch, ich will damit nicht sagen, daß es langweilig war oder sich nicht lohnt. Es war ein sehr guter solider Thriller mit vernünftiger spannender Geschichte.
Man muß ihn nur nicht unbedingt im Kino sehen, auf Video würde auch völlig reichen.