End of days
Endlich hat Schwarzenegger erfolgreich seinen Weg zurück auf die große Leinwand gefunden und er ist besser denn je. Unglaublich, daß dieser Mann schon jenseits der fünfzig ist.....

New York, Ende 1999:
Christine, eine 20jährige Vollwaise wird Zeit ihres Lebens von Visionen verfolgt, in denen sie Sex mit einem bestimmten Mann hat. Sie ahnt nicht, daß sie seit ihrer Geburt dazu bestimmt ist, den Antichrist zu gebären.
Aus tausendjähriger Gefangenschaft befreit steigt der Teufel auf diese Erde hinauf, um sein Werk zu vollenden und seinen Sohn pünktlich in der letzten Minute des Jahres 1999 zu zeugen. Aber er hat nicht mit Jericho Cane (Schwarzenegger) gerechnet, einem Exbullen, der nun als Bodyguard arbeitet und der in die ganze Sache unabwendbar verwickelt wird. Ihm obliegt es nun, das Mädchen und den Rest der Welt zu retten....

So weit, so gut, nicht gerade eine originelle Story werden nun die Kritiker nörgeln. Schon tausend Mal dagewesen, nicht gerade tiefsinnig....ein weiterer hirnloser Actionkracher halt. Falsch! Zugegeben, keine sehr interessante Geschichte, aber dafür logisch bis ins kleinste Detail durchdacht und fehlerlos und das ist etwas, was man selten genug findet.
Im Vordergrund stehen nicht die Actionszenen, auch wenn es derer gute zuhauf gibt, sondern die Hauptcharaktere Jericho und der Teufel (brillant gespielt von Gabriel Byrne), deren Konflikt sich durch den ganzen Film zieht.
Schön, endlich mal einen intelligenten und in seiner Ausdrucksweise kultivierten Bösen auf der Leinwand zu sehen, der auch nicht zögert, Helfershelfer zu töten, die ihn nerven. Endlich hat man in Hollywood begriffen, daß Satan ein Verführer ist, ein Verführer mit erotischer Ausstrahlung, der die Menschen und ihre innersten Abgründe bis ins kleinste Detail kennt. Es ist wahrlich ein teuflisches Vergnügen, ihn zu beobachten.
Arnolds Charakter Jericho ist dagegen um einiges einfacher gestrickt, glänzt auch nicht mit tiefsinnigen Dialogen, aber dafür durch typische Sprüche wie: "Also, wenn ich zwischen Gott und meiner Uzi entscheiden müßte, wähle ich natürlich die Uzi!" Wir haben im Kino sehr gelacht....es ist wirklich schön, diese beiden Klasseschauspieler interagieren zu sehen. Wer hätte je gedacht, daß es Schwarzenegger einmal so weit bringen würde.

Wie gesagt, bei allem kommt natürlich auch die Action nicht zu kurz, fernerhin wird auch blutigst gemetzelt, schon ein Wunder, daß der Film eine Freigabe ab 16 bekommen hat. Stellenweise haben die Maskenbildner und die Special-Effect-Crew (unter der Leitung von Stan Winston) wieder mal echte Wunder vollbracht.

Was soll ich sagen? Mir hat der Film supergut gefallen. Er hatte Herz, er hatte Witz, er war logisch konzipiert, Effekte und Kamera waren gut, Schauspieler waren gut....mir ist keine negative Sekunde aufgefallen. Rundum ein komplettes Vergnügen.
Flawless Victory.....bitte mehr davon!