Godzilla
Es ist wieder Dinotime....SEUFZ! Da es sich bei diesem Film un etwas zu handeln schien, was man gesehen haben muß, habe ich es mir (obwohl damals chronischer Jurassic Park-Verweigerer) angetan. Und als ein schwer angeschlagener Japaner nach wenigen Filmminuten "Kotzilla" ins hingehaltene Mikrophon röchelte, wurde mir plötzlich bewußt, daß eine Flucht in dem dunklen Kino unmöglich war....

Bei einem Atomtest irgendwo in der Südsee wird ein (wohlgemerkt ein!) friedlich vor sich hinschlummerndes Waran-Ei atomar verseucht und mutiert spontan zur Riesenechse. Als es dann an die Laichzeit geht, schwimmt der sich selbst befruchtende Gigant mal eben quer durch den Pazifik, latscht über Panama und nimmt schnurstracks kurs auf Manhattan, weil man dort ja prima nisten kann. Völlig logisch...
. Und dem Militär fällt nichts besseres ein, als einen jungen der Welt unbekannten Forscher heranzukarren, der gerade in Tschernobyl Regenwürmer untersuchte...auch völlig logisch. Ihm an die Seite gestellt wird nur noch eine weitere Wissenschaftlerin (so'n freilaufender Dino ist ja auch nicht sooooo interessant für die Welt) und man sammelt sich in New York, um Godzilla zu braten. Irgendwie kommt dann auch noch die Exfreundin des Regenwurmmannes mit ins Spiel, die als angehende Reporterin ihn zunächst nur benutzt, um an Infos zu kommen, letztendlich aber doch alles bereut und ihm schluchzend in die Arme fällt. Dazu kommen noch irgendwie überflüssige Menschen vom französischen Geheimdienst, die sich ja auch irgendwie verantwortlich für das Desaster fühlen und die ein bißchen mit rumjagen.
Tscha, Godzilla taucht also auf und walzt einmal durch die Stadt und verschwindet dann zunächst einmal spurlos. Auch völlig logisch, denn schließlich kann sich ein 10 Meter-Dino in einer Großstadt prima verstecken. Z.B. in der U-Bahn....wie er dort reinkam? Ach, Details....
New York wird evakuiert, mal eben so in einem Tag, gar kein Probleme, Godzi legt seine Eier im Football-Stadion, das Militär (ausgestattet mit unendlicher Munition) schießt mal eben die Stadt in Schutt und Asche und das war's dann.....GÄHN!!!

Es gibt in dieser Welt wirklich gute und wirklich schlecht Filme. Und sagenhaft überflüssige Filme. "Godzilla" gehört zur letzteren Kategorie. Die Hintergrundstory ist an Dämlichkeit wirklich kaum mehr zu überbieten, dazu wimmelt es nur so von logischen Fehlern und Diskontinuitäten. Die Charaktere erreichen kaum Mariannengraben-Niveau, gesprochen wird nur das nötigste und die Actionszenen sind auch nicht besonders spektakulär.
Ok, zugegeben, die Dinos sind ganz hübsch animiert....handeln aber wohl kaum so, wie ein Tier reagieren würde. Besonders hübsch sind die Szenen, wo sich Hauptdarsteller und Godzi Aug' in Aug' gegenüberstehen und sich liebenswürdig anblinzeln....jaaaa...das ist auch was für unsere Kleinen und nicht zuletzt Vorbote der Merchandisingwelle...Knuddelgodzis für alle!
Was soll ich noch sagen....es war einfach nur schlecht! Ich habe keine einzige herausragende Szene vorgefunden, nichts, weswegen man sagen könnte, ok, hat sich ja doch irgendwie gelohnt. Und die besten Schauspieler können nichts ausrichten, wenn das Drehbuch primitiv ist. Um animierte Dinos zu sehen, kann ich heutzutage auch in einen beliebigen Freizeitpark gehen, wenigstens wird mir da nur vom Karusselfahren schlecht.....und das dauert nicht über 2 Stunden.....
HÜLFÄÄÄÄÄ!!!!!!