Hollow Man
Sebastian Cane (Kevin Bacon) entwickelt mit seiner Truppe eine Technik, Lebewesen durch quantenmechanische Phasenverschiebungen unsichtbar zu machen. Leider ist es nicht so einfach, diese abschließend wieder sichtbar zu machen. Nach einem mehr oder minder erfolgreichen Experiment mit einer Gorilladame, entschließt sich der leicht größenwahnsinnige Cane zum Selbstversuch. Flugs wird er unsichtbar aber eben nach Ablauf der Zeit nicht wieder sichtbar und damit fangen die eigentlichen Probleme an, denn so ein Zustand frustriert eben irgendwie auf Dauer und nach und nach eskaliert die Situation, die Forscher haben Sebastian nicht mehr im Griff und das Zehn-kleine-Negerlein-Spiel kann mal wieder beginnen.

Abgesehen von atemberaubenden Spezialeffekten kann dieser Film leider nichts Neues bieten. Solide Geschichte ohne große Überraschungen, geradlinig und teilweise sogar etwas langweilig. Der Film braucht sehr lange, bis er so richtig in Gang kommt. Ok, man wollte halt die Hintergründe sehr genau erläutern, aber dies geschah in solch oberflächlicher Weise, daß es einen Zuschauer nicht unbedingt fesselnd.
So richtig sehenswert ist eigentlich nur der Anfang und die letzte halbe Stunde, dafür sind diese auch effektetechnisch gesehen ein Hochgenuß.
Besonders Mediziner dürften ihre Freude daran haben, denn so nach und nach wird den Versuchspersonen im wahrsten Sinne des Wortes die Haut abgezogen und man kann alle Innereien, Muskeln, Nerven, Knochen sehen, bevor auch diese unsichtbar werden.
Das sieht sehr gut und in keinster Weise lächerlich aus, man könnte es fast für echt halten.
Gefällt mir sehr gut, Hut ab! So was gab es glaube ich im Film noch nie derart detailliert.

Im weiteren sieht man dann jeweils die fragilen Körperumrisse Canes, wenn er mit irgendwas besprüht wurde und mal kurz sichtbar ist. So z.B. mit Wasser, Blut, Feuerlöschschaum, Wasserdampf etc.. Sehr schön anzusehen, genial gemacht! Aber kann das einen Film so richtig retten?

Irgendwie war insgesamt gesehen nicht so viel los. Sebastian Cane ist ein richtiges Ekel, selten habe ich einem Filmbösewicht so den Tod gewünscht wie ihm. Naja, die anderen Leutchen sind ein bissi farblos, aber dadurch auch glaubhaft. Wirken halt wie normale Menschen.
Ich habe mich nicht unbedingt gelangweilt, aber noch mal sehen müßte ich den Film auch nicht unbedingt. Hat keinen Kultfaktor. Wie gesagt, schaut's euch an der Effekte wegen, aber erwartet nicht zu viel.
Schade eigentlich, denn man hätte mehr daraus machen können, wenn das ganze nur früher in Gang gekommen wäre. Dumm gelaufen.....