Red Planet
Hollywood wollte es mal wieder wissen und so wurden zwei Marsfilme (‚Mission to Mars' (=MTM) und ‚Red Planet') zur gleichen Zeit produziert, die in Deutschland aber mit einem Jahr Verzögerung dazwischen anliefen. Ist auch ganz gut so, denn der Zuschauer hatte dadurch Zeit, sich vom ‚MTM' zu erholen. Erfreulicherweise ist ‚Red Planet' nicht ganz so arg, aber immer noch ziemlich flach und farblos.

Die gute alte Erde liegt im Sterben, die Natur ist ruiniert, deswegen versucht man mit Hochdruck, den Mars zu besiedeln. Zunächst wird dazu die nördliche Polarkappe des Planeten geschmolzen, anschließend Sonden hingeschickt, die Algen aussäen, um auf dem Mars eine Atmosphäre zu schaffen.
Schließlich kommen Astronauten, um das ganze mal abzuchecken.
Kurz vor der Landung geraten sie allerdings in eine Art Ionensturm, die Männer fliehen mit einer Rettungssonde, nur der weibliche Captain bleibt zurück. Von nun an spaltet sich der Film in zwei Teile, einmal sehen wir die Erlebnisse des Captains beim Kampf mit dem halbkaputten Schiff, zum anderen die Leutchen unten auf dem Mars rumlaufen, wobei sie auch noch Ärger mit ihrem Roboter kriegen, der sich selbst in den Kampfmodus versetzt hat.
Es passiert irgendwie aber nicht allzu viel und schnell ist der ganze Spaß vorbei.

Nun...der Film war gesamt gesehen ziemlich ereignislos. Gut, man konnte tolle Effekte bestaunen.
Dieser Kampfroboter hat es echt in sich und wurde klasse animiert. Aber reicht das? Wenigstens war der Film um einiges realistischer als ‚MTM' und wies nur wenige inhaltliche und wissenschaftliche Fehler auf. Stimmung kam nicht auf, die ganzen Charaktere waren mir auch egal, sollen sie doch auf dem Planeten verrotten, dem Zuschauer fällt es echt schwer, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen, da alles nur arg oberflächlich ist und mir nicht lange im Gedächnis bleiben wird.
Schade eigentlich. Dabei sind doch Val Kilmer und Carrie-Anne Moss ganz nette Schauspieler. Aber das hilft eben auch nicht, wenn das Drehbuch nix hergibt.

Alles in allem wieder mal ein Flop, aber wenigstens keine Katastrophe. Kann man sich echt schenken.