Scream 2
Die Dummen sterben nicht aus, sowohl im Film, als auch in der Realität. Und so überlegte ich mir eines schönen Nachmittags, ob ich mir nicht Scream II ansehen sollte. Nein, ich gab mich nicht der trügerischen Hoffnung hin, daß dieser Film etwa besser sei als sein langweiliger Vorgänger, mehr Blut aufweisen oder gar einen leichten Hauch von Grusel mit sich bringen würde. Ausschlaggebend war für mich der günstig scheinende Preis von 2,50 DM im Sommerkino. Nun....manche Sachen sind trotz allem überteuert....

Die Story des Filmes setzt ein Jahr nach Teil 1 an. Die Protagonistin Sidney besucht inzwischen das College und Gale Weathers, die ehrgeizige Journalistin, hat erfolgreich die Woodsboro-Vorfälle als Buch und Filmvorlage verarbeitet. "Stab" läuft so eben in den Kinos an und zieht eine Welle von Nachahmungsmorden hinter sich her. Ich hätte diese gerne als blutige Welle bezeichnet, aber bei gerade mal 7 Toten in ca. 120 Minuten verdient sie es nicht.

Das Motiv der Täter übertrifft an Schwachsinnigkeit tatsächlich noch den ersten Teil, die Helden reagieren in manchen Szenen blöd wie nie (und dabei hoffte man doch, sie hätten aus ihren schlechten Erfahrungen gelernt) glänzen aber dafür durch die übliche Unkaputtbarkeit und für mich bleibt es fraglich, wie ein relativ schmächtiges Kerlchen FBI-Agenten und Studenten durch die Luft wirbeln kann wie nix. Fraglich ist außerdem auch, wie die Agenten mit dem niedrigen IQ überhaupt die Aufnahmeprüfung in den Staatsdienst geschafft haben, aber da es sich nur um Nebenrollen handelt, sei das hier mal dahingestellt.
Die Morde, Höhepunkte des ansonsten seichte dahinplätschernden Filmchens, sind allerdings hübsch gemacht. Nette Effekte....gruselig oder schockierend wird es leider dabei nie.
Und es wird für mich ein ewiges Rätsel bleiben, wieso die Helden nicht schon viel schneller mit dem menschlichen und nach dem ewigen Stolpern zu urteilen körperlich arg tollpatschigen Täter fertig geworden sind. Es gab mehr als genug Gelegenheiten, ihm das Messer zu entreissen, ihn zu demaskieren oder gezielt k.o. zu setzen. Wenigstens wäre der Film dann schneller vorbei gewesen.

Fazit: Zuwenig Blut für einen klassischen Schlitzerfilm, zuwenig Story für einen Psychothriller und in keinster Weise ein Ersatz für die diversen Freddy und Jason-Filmchen.
Ganz großes GÄHN!