The Phantom Menace
Tscha....mir fällt es als Fan wirklich schwer, eine unvoreingenommene Kritik zu schreiben, deswegen habe ich mir auch eine ganze Weile (und 9 Vorstellungen) dafür Zeit genommen. Ein weiterer Teil der Starwars-Saga, werden jetzt viele grübeln. Muß das denn sein? Ist nicht schon alles ausreichend erzählt worden? Jeder Effekt ausgereizt? Nun, zunächst einmal spielt dieser Film (und die zwei nachfolgenden) in der Zeit vor der uns bekannten ersten Trilogie, d.h. wir sehen Luke Skywalkers Vater Anakin Skywalker (der ja später Darth Vader wird) als Kind und Obi-Wan Kenobi als schmucken jungen Mann und dürfen an ihren Abenteuern teilhaben. Nur ein weiterer cleverer Marketingschachzug des Lucasschen Imperiums? Da kann man zweierlei Meinung sein.....

Kurz zur Story:
Die Handelsföderation möchte ihre Routen besteuern und errichtet eine Blockade um den Planeten Naboo, die zunächst vom galaktischen Senat genehmigt wird. Der Rat sendet zwei Jedi-Ritter (Obi und seinen Meister Qui-Gon Jinn) aus, um deren Richtigkeit zu überprüfen. Nur knapp entgehen sie einem Mordanschlag und werden Zeugen der bevorstehenden Invasion des friedlichen Planeten.
Zusammen mit Jar Jar Binks, einem weiteren Einwohner des Planeten, retten sie dessen Königin und flüchten in Richtung Coruscant, dem Zentrum der Galaxis.
Leider stürzen sie unterwegs auf dem Wüstenplaneten Tatooine ab, wo sie dem jungen Sklaven Anakin Skywalker und seiner Mutter begegnen. Qui-Gon spürt, daß die Macht in Anakin sehr stark ist und er möchte ihn gerne zum Jedi-Ritter ausbilden. Bei einem aufregenden Pod-Rennen gewinnt Anakin die Reparatur für das Schiff und seine Freiheit und sie gelangen endlich nach Coruscant, wo sie allerdings feststellen müssen, daß der galaktische Senat nicht beschlußfähig ist und ihnen nicht helfen wird.
Sie kehren nach Naboo zurück und nehmen die Sache selbst in die Hand, wobei sich ihnen als Gegner unter anderem der finstere Darth Maul, ein Sith-Lord, in den Weg stellt.

Ich hätte nicht gedacht, daß mich nach all den Jahren noch mal das Starwars-Fieber derart packen könnte. Ich hielt es für eine einmalige Erfahrung, nicht wiederholbar und schon gar nicht 16 Jahre später wiederholbar.
Lucas hat es mal wieder geschafft, uns in unser geliebtes SW-Universum zu entführen und alles ist noch so wie früher. Es gibt die Guten, es gibt die Bösen, es gibt viel Action....was will man mehr?
Special-Effects sind vom feinsten, die Charaktere kommen dabei aber auch nicht zu kurz. Ok, jetzt im ersten Teil war es sicher für alles schwer, gegen den nicht nur körperlich herausragenden Liam Neeson anzuspielen. Ihm zu Gunsten hat das Drehbuch andere Helden wie Obi und Darth Maul etwas in den Hintergrund gedrängt, was eigentlich schade ist. Ich hätte die beiden gerne mit mehr Dialogen und mehr Action gesehen. Aber man kann nicht alles haben.
Stein es Anstosses für viele war Jar Jar Binks, der tollpatschige Gungan, der die Jedis begleitet. Zugegeben, die deutsche Synchronisation läßt ihn um vieles störender erscheinen, als er eigentlich ist. Im Originlton läßt er sich ertragen. George Lucas hatte diesen Charakter extra für Kinder geschaffen, um dem Film die etwas brutale Note zu nehmen, das muß man bei der Bewertung berüksichtigen. Er stellt somit eine Art comic relief dar, was den Film an sich gut auflockert.
Etwas störend fand ich die in meinen Augen übertriebenen Unterwasserszenen am Anfang. Trotz großem Aufgebot an CGI-Monstern zieht das Ganze die Handlung nur unnötig in die Länge und Jar Jar nervt in diesen Szenen mehr denn je. Ein bißchen abschreckend, so was gleich in die vordere Hälfte des Filmes zu packen. Naja, dafür entschädigt dann das Pod-Rennen in der Mitte des Filmes. So was kommt eben nur auf der großen Leinwand richtig gut, wo man in seinem Kinosessel von rechts nach links schwingen kann.

Ich glaube, solch ein Film läßt sich nicht objektiv beurteilen, das ist einfach ein Lebensgefühl. Entweder, man läßt sich davon mitreissen oder nicht. Mich hat der Film defintiv wieder einmal mitgenommen auf eine aufregende Reise in eine Galaxis weit, weit entfernt. Schön, daß es so was heutzutage noch gibt.