The passion of Darkly Noon
"Hallo, haben Sie vielleicht unser Schuhboot gesehen?" Es gibt immer wieder Filme, die einen richtig überraschen können. Da rechnet man mit einem normalen Horrorfilm und bekommt völlig surreale silberne Schuhboote...eerie.....

Darkly Noon (Brendan Fraser) stolpert eines Tages schwerverletzt durch den Wald. Seine Eltern, die zusammen mit anderen in einer christlichen Sektenkommune lebten, wurden dahingemetzelt, nur er konnte entkommen.
Zuflucht findet er bei Callie (Ashley Judd), die zusammen mit ihrem stummen Freund Clay in einer einsamen Waldhütte lebt. Am Anfang ist ihr Freund nicht da, es wird groß erwähnt, daß er ca. einmal pro Monat für 3-4 Tage im Wald verschwindet. (Hoho, dachten wir uns da. Sollte er gar ein Werwolf sein? Wäre schön gewesen...im weiteren Verlauf des Filmes wird das Thema aber nicht mehr erwähnt, schade eigentlich....)
Jedenfalls hat Darkly genug Zeit, sich völlig in Callie zu vergucken, ja richtig besessen von ihr zu werden, was sich mit seiner christlich-fanatischen Weltanschauung nicht so gut verträgt.
Er fängt an, sich selbst zu geißeln und den Körper mit Stacheldraht zu umschlingen (*aua!*).
Beim Spaziergang im Wald trifft er eine alte Frau, Clays Mutter, die der Meinung ist, Callie hätte ihren Mann getötet und den Sohn verhext. Har de har har, denkt sich Darkly. Hexe, das ist das Stichwort. Kein Wunder, daß ich so von den Socken bin, daß ich nur noch ans Masturbieren denke, wenn ich sie sehe. Er konfrontiert sie, aber Callie streitet alles ab und behauptet, Clays Vater hätte sie vergewaltigen wollen und sei dabei an einem Herzinfakt gestorben. Natürlich glaubt Darkly ihr nicht, denn wer glaubt schon einer Hexe?
Der Hund der Mutter stirbt und sie verbrennen ihn in einem silbernen Schuhboot, das gerade des Weges geschwommen kam (nein, ich habe nicht halluziniert...ehrlich nicht!).
Im Wald begegnen Darkly Noon seine toten Eltern und stacheln ihn zum Hexenmord an. Gesagt getan, er mal sich rot an, knallt völlig durch und geht ins Haus zum Schnetzeln.
Endkampf...ratet mal, wer dabei draufgeht....und als die Heldin vor dem mittlerweile völlig verbrannten Haus steht, kommen vier Leute und ein Elefant aus dem Unterholz und fragen sie, ob sie ihr silbernes Schuhboot gesehen hätte.....


**HILFE**

**HILFE**

**HILFE**

Öhm...das ganze war jetzt sehr sehr schräg. Es wurde von Minute zu Minute seltsamer....aber es war nicht wirklich schlecht. Ich muß zugeben, daß es gut gemacht war, man konnte Darklys Wahnsinn so richtig nachvollziehen und Brendan Fraser hat seine Sache sehr gut gemacht. Schöner Kontrast zu seinen anderen Rollen, ihn mal als stotternden Psychopathen zu sehen.
Ashley Judd war halt sehr aufreizend, da kann ich den armen Darkly schon fast verstehen, so eine Frau hätte mich an seiner Stelle auch mehr als irritiert. Ts...Ts...Männer....

Wie gesagt, dieser Film ist stellenweise so obskur, daß er schon wieder gut ist. Zugegeben, bis dahin muß man viele recht langweilige Minuten ausharren, nur am Ende wird's so richtig gut, aber das hat einiges rausgerissen.
War auf jeden Fall was für's Auge und ungewollt sehr spaßig.

Wird mir dauerhaft im Gedächnis bleiben.