Unbreakable
Daß Bruce Willis ein Held ist, wußten wir alle bereits seit "Stirb langsam" und weder seine Kahlköpfigkeit noch sein immer deutlicher werdender Bauchansatz können dieses Bild verderben.

Auch David Dunn (Bruce Willis) ist ein Held. Genauer gesagt ist er nahezu unverwundbar. Allerdings weiß er nichts davon, ahnt es nicht einmal und es bedarf des an der Glasknochenkrankheit leidenden und verkrüppelten Comicsammlers Elijah Price (Samuel L. Jackson), um ihn auf diese Tatsache aufmerksam zu machen.

"Unbreakable" ist ein Film, der den Zuschauer lange im Unklaren läßt, was Wahrheit ist und was nur Wunschtraum, was der Glaube vermag und was tatsächlich Superkräften entspringt. Schön, daß er sich letztendlich deutlich für einen Weg entscheidet und diesen konsequent befolgt bis zum völlig überraschenden Ende. Play it by the (comic)-book. Schön! Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, vor allem durch ihre Natürlichkeit, durch die Menschlichkeit der Akteure und durch ihre seltsamen Wendungen. Logisch ist alles gut durchdacht und aufeinander aufgebaut. Bravo!

Schauspielerisch auch 1a, Bruce Willis (der hier mal wieder den Depressiven a la ‚Sixth Sense' geben darf) und Samuel L. Jackson sind mehr als überzeugend in ihren Rollen. Erstaunlich, was klasse Schauspieler doch ausmachen können.

Gut gelungen auch die Kameraführung, die stellenweise an Comicbooks erinnert, manche Perspektiven, besonders gen Ende des Filmes sind zu genial. Super Handarbeit hier!
Stellenweise liefen mir da wirklich Schauer über den Rücken und die innere Spannung des Helden war fast greifbar.

Leider mal wieder einer dieser Filme, den man eigentlich nur einmal sehen kann, weil ansonsten die Luft raus ist. Eine sehr intelligente Geschichte, etwas depressiv, um das zu unterstreichen regnet es auch ständig, aber gut gemacht. Kann ich euch wirklich ans Herz legen. Kann man sich aber auch gut auf Video ansehen. Eine große Leinwand ist nicht unbedingt von Nöten