Rivières Pourpres
Franzosen sind seltsam....das denke ich immer wieder, wenn ich mal auf französische Filme stoße, was recht selten ist. Sie schaffen es tatsächlich, eine Geschichte, die sehr gut und spannend beginnt, nach ca. zwei Dritteln durch die Präsentation einer mehr als banalen und auch unlogischen Auflösung völlig zu ruinieren. Wären diese letzten Minuten nicht gewesen, hätte ich den Film als richtig gut eingestuft. Aber so bleibt nur ein fader Nachgeschmack und die Erinnerung an eine nur mittelmäßige Vorführung.

Commissaire Pierre Niémans (Jean Reno), eine französische Polizeilegende, leider wird nur nie so recht deutlich warum, und sein junger Kollege Kerkérian (Vincent Kassel) ermitteln zunächst parallel, dann gemeinsam in diversen Mordfällen, die sich in einem abgelegenen Bergdörfchen in den Alpen ereignet haben. Die Opfer sind allesamt Mitglieder einer hiesigen Eliteuniversität, deren Campuspolitik nicht gerade koscher ist.

Genug gesagt, ich will euch ja nicht das recht dünne Plot verderben. Das könnt ihr schön alleine machen. Nur soviel....es gilt mal wieder das alte Gesetz der Filme „Wenn nur wenige Leute mitspielen, kommt man recht schnell darauf, wer der Mörder ist“ GÄHN!
Die ersten zwei Drittel des Filmes sind eigentlich ganz gut, die Leichen sind sehr ekelig, die Charaktere noch interessant, die Landschaftsaufnahmen beeindruckend, die Spannung dicht. Dann ging dem Drehbuchschreiber schlagartig die Luft aus (genau nach dem Auffinden des dritten Opfers) und die Geschichte spiralte sich sichtlich schnell ins Abseits. Schade.
Die Schauspieler leisten gute Arbeit, auch wenn Reno immer so wirkt, als stände er unter Drogen, gehört vielleicht zur Rolle oder es machen seine Tränensäcke. Keine Ahnung. Vincent Kassel war dagegen ganz nett anzuschauen.
Tscha....viel mehr ist dazu eigentlich auch gar nicht zu sagen. Schaut es euch halt mal auf Video an, da könnt ihr nach den zwei Dritteln immer noch abschalten oder vorspulen.