Clerks
Clerks war der erste Film des Regisseurs Kevin Smith. Low-Budget gedreht schlug er auf vielen Filmfestspielen ziemlich ein, stellte er durch die Machart doch einen ziemlichen Kontrast zum üblichen Hollywood-Hochglanzeinheitsbrei dar.
In schwarz-weiß und mit wackeliger Kamera schildert er uns einen Tag im Leben zweier Ladenangestellter in einem kleinen Supermarkt und der nebenliegendern Videothek. Wie man sich vorstellt kann da so einiges passieren von nervigen Kunden über nervige Vertreter, Freunde und Freundinnen, die mal kurz reinschauen etc.
Da ist prinzipiell wirklich alles drin und so ist auch der Film eine Aneinanderreihung vieler kleinerer Episoden. Wie für Kevin Smith üblich wird viel mit Wortwitz gearbeitet, einiges geht dabei unter die Gürtellinie, anderes ist einfach nur brüllend komisch auf eine sehr absurde Weise.

Interessant ist, daß solche Filme des öfteren beim Publikum gut anzukommen scheinen. Man denke nur einmal an "Blairwitch Projekt". Das gibt mir ja Hoffnung, denn vielleicht ist die Zuschauerschaft gar nicht so auf Bimm-Bamm-Bumm-Action aus, wie allgemein angenommen wird. Es muß nicht immer alles laut und groß sein, es reicht auch, wenn es ganz einfach frech ist und das ist dieser Film. So frech, daß er in den USA vor allem wegen der darin verwandten unflätigen Rede auffiel. Deswegen sollte man sich diesen Film auch in keinem Fall (bitte, bitte nicht!!!) auf Deutsch ansehen, denn das verdirbt einem alles. Ich weiß gar nicht mal, ob er überhaupt auf Deutsch übersetzt wurde. Im Fernsehen lief er immer als Original mit Untertiteln, in der Videothek glaube ich auch.

Tscha, also hin da! Für Kevin Smith Fans ist's eh eine Selbstverständlichkeit, aber die anderen werden sich auch amüsieren, denn dieser Film ist endlich mal anders als andere. Zugegeben, es ist stellenweise ein wenig öde, dafür ist es dann auch wieder so skurril, daß es einfach nur fasziniert. Kurz gesagt, ich bin beeindruckt!