Primal Fear
Im Original heißt dieser Film "Primal Fear", also Urangst. D.h. da war mal wieder ein echt cleverer Übersetzer am Werk. Aber wenigstens hat er das ganze nicht "Deine innersten Ängste" oder so genannt. *zuck* Was das ganze mit Angst zu tun hat, frage ich mich allerdings doch sehr. Unter diesem Titel hätte ich deutlich etwas anderes erwartet. So bekommen wir es nur mit einem sehr vorhersehbaren Gerichtsdrama mit hauchdünnem Plot zu tun.

Martin Vail ist ein Staranwalt. Er hat Geld, Ansehen und eine bröckelnde Beziehung zu der Staatsanwältin am Laufen, als ihm mal wieder ein spektakulärer Fall vorgelegt wird. Ein junger Mann schlachtete den Erzbishof von Chicago ab. Heidewitzka, denkt sich Martin, wenn der man nicht Dreck am Stecken hatte. Wenn ich den Jungen freibekomme und den Bischof bloßstelle, gibt das für mich Publicity ohne Ende und ich tue sogar noch ein gutes Werk. Prima!
Gesägt, getun, getan....frisch auf Göppingen....Martin sammelt ein paar Indizien zusammen. Immobilienskandal? Oder doch lieber Pornovideos mit den Meßdienern? Die Story schwankt mal in diese, mal in jene Richtung und landet letztendlich beim augenscheinlich an Persönlichkeitsspaltung leidenden Täter. Gäääääääähn..... Das alles wird nett vor Gericht vorgetragen, wobei Martin immer wieder die Staatsanwältin/Ex-Geliebte in die Quere kommt, bis letztendlich das Urteil gefällt wird.

Storytechnisch also ziemlich öde, schauspielerisch...naja...Mr. Gere (hat der eigentlich schon mal jemand in den letzten Jahren ohne Anzug gesehen?) spielt mal wieder sich selbst, ähnlich wie Harrison Ford hat der Mann wirklich kein Talent. Mr. Norton macht seine Sache ganz gut, war immerhin sein erster Film. Aber viel tun muß er eh nicht, außer wahlweise verstört oder irre auszusehen. Auch hier also keine Highlights zu vermelden, grundsolide wie der Rest des Filmes.

Gibt es überhaupt etwas einigermassen interessantes daran? Laßt mich überlegen....ich habe den Film jetzt dreimal gesehen. Warum eigentlich? Er ist nicht spannend, er ist nicht spaßig, okay, Richard Gere ist immer was fürs Auge. Der Mann sieht einfach nett und freundlich aus. Hm....es ist ganz reizvoll zu beobachten, wie Martin Vail die Menschen um sich herum manipuliert und wie er völlig von sich überzeugt ist und sich für den absoluten Helden hält. Und es ist schön zu sehen, wie er am Schluß ganz schön einen reingewürgt bekommt. Hähä...insert gehässiges Gelächter here...aber sonst....kein Plan....richtig schlecht ist es nicht...dahinplätscherndes Mittelmaß.