Alone in the dark
Es gibt so viele schlechte Monster- und Horrorfilme auf dieser Welt. Wieso nur schaue ich sie mir alle immer begeistert an, nur um festzustellen, dass sie schlecht sind? Das grenzt schon an Masochismus. Immer die Hoffnung zu haben, dass vielleicht mal ein auch nur ansatzweise guter Film drunter ist und dann doch nur Schwachsinn serviert zu bekommen. *headdesk*

Hier haben wir mal ein abschreckendes Prachtexemplar der Langweiligkeit.
Vom Ansatz her gäbe es schöne Möglichkeiten. Der Film basiert auf gleichnamigem Computerspiel, welches inhaltlich einiges hergeben könnte. Protagonist ist Edward Carnby (Christian Slater, sehr schnuckelig, hochgradig muskulös und leider das einzige visuelle Highlight), der in seiner Jugend zusammen mit neunzehn Kumpanen aus dem Waisenhaus entführt wurde und einen Tausendfüßler ins Rückgrat eingepflanzt bekam.
Da bekommt der Ausdruck „Hummeln im Hintern“ doch fast mal eine Bedeutung.
Etliche Jahre später ist Carnby Mitglied der Bauchtanz…äh…nein…Sondereinsatztruppe paranormaler Ermittler und ermittelt so locker vor sich hin, was und warum wird leider nicht so genau erklärt, jedenfalls hat es wohl irgendwie mit der antiken Kultur der Abkani zu tun, deren Artefakte er durch die Gegend trägt, weswegen er von seinen lebendig zombifizierten Waisenhauskumpanen durch die Welt gejagt wird, während der evil professor overfiend eines Museums gerne den Schlund zur Hölle öffnen möchte, was aber die Armeesondereinsatztruppe verhindern möchte, weswegen sich auf einmal alle in einem Bergwerksschacht wieder finden, den Carnby, eine Frau und der auch ganz nett anzusehende Armeeanführer alleine betreten, während der Rest mit schwerem Geschütz oben bleibt, damit kein Monster entkommt, was aber natürlich doch passiert, da die anderen aus Blödheit (nein, nicht um die Menschheit zu beschützen) den Höllenschlund öffnen und alle seltsamen Abkani-Monster oder whatever rauslassen, woraufhin New York spontan evakuiert wird und der Film vorbei ist.

Alsoooo…ich erwarte ja wirklich nicht viel von einem Film, aber so etwas wie ein bisschen Handlung oder Logik wäre schon schön. So musste ich mich die ganze Zeit fragen: Was machen die denn jetzt? Wo sind die denn nun? Wieso sind die so blöd? Wo kommt der jetzt her? Was hatte das mit dem Anfang der Story zu tun? Wieso läuft mir gerade das Gehirn aus?
Nichts macht auch nur ansatzweise Sinn, bis auf den Grundplot…
Böse Monster kommen aus einem Loch und machen alle tot.
Was ja an sich auch mal ganz nett wäre. Wenn man es wenigstens sehen könnte. Aber nein, nicht mal das war uns vergönnt. Meistens war es einfach nur dunkel und man sah mal ab und zu ein paar Zähnchen oder schlecht animierte Alien-Imitatoren.
Damit könnte ich ja auch noch leben, ich bin da echt genügsam, wenn mir wenigstens irgendetwas an den Charakteren liegen würde. Aber nicht mal die wurden beleuchtet. Man erfährt nichts über die Leutchen, entsprechend ist es auch herzlich egal, wenn sie hops gehen. Kein Vergleich mit „Aliens“, einer DER Monsterfilme schlechthin. *schwärm* Da konnte man so richtig Anteil nehmen, auch wenn Leute starben, die man vielleicht nur 30 Sekunden auf dem Schirm gesehen hat. Wie z.B. Wrzbowsky, der allein seines Namens wegen schon mein Held wurde. Die Grundstory ist auch nicht viel besser oder intelligenter. Aber trotzdem tausendmal interessanter.

Leute, lasst es doch einfach, wenn ihr keine Filme machen könnt. Bringt doch nix. Kann mir mal einer erklärt, wieso ich immer so gnadenlos optimistisch in die Videothek renne, wenn solch ein Machwerk rauskommt?